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Perlenmeer Standards

Diversität
  • Es wird eine Pädagogik der Vielfalt und eine Kultur der Akzeptanz und Gleichberechtigung von Menschen aus verschiedenen Lebenswelten gelebt. Kinder und ihre Familien werden unabhängig von ihrer Herkunft, Sprache, Hautfarbe, Weltanschauung, Religion bzw. Nicht-Religiosität, Geschlechteridentität, Familienform,... geachtet.

  • Grundwerte wie Achtung der Menschenwürde, Kinder- und Menschenrechte, Selbstbestimmtheit, gegenseitiger Respekt, Gerechtigkeit, Solidarität und die Gleichwertigkeit, Gleichwürdigkeit und Gleichberechtigung aller Menschen werden vermittelt.

 

  • Im Rahmen von Festen und Feiern im Jahreskreis wird sich an österreichischem Brauchtum und Traditionen orientiert. Kinder aus anderen Kulturräumen bringen weitere Facetten aus ihrer Lebenswelt mit, die sich insgesamt zu einem bunten Mosaik zusammenfügen.

  • Bei den Feiern und Festen stehen jahreszeitliche Aspekte gegenüber den religiösen im Vordergrund (z.B. wird Ostern als Frühlingsfest gefeiert und nicht als Auferstehung Christi). 

  • Religiöse Aspekte werden gegebenenfalls kindgerecht erklärt - im Sinne der Vermittlung eines Bildes von gleichberechtigter Vielfalt unterschiedlicher Religionen und Weltanschauungen.

  • Traditionen aus unterschiedlichen Kulturen können vergleichend und verbindend nebeneinander gestellt werden z.B. anhand von Traditionen rund um Weihnachten/ Jahresende/ Wintersonnenwende.

  •  Die Religiosität oder Nicht-Religiosität von Mitarbeiterinnen fällt in deren Privatbereich und findet keinen Eingang in ihr Handeln und Wirken im Kindergarten.

 

  • Der Kindergarten ist ein Ort, an dem Genderstereotype herausgefordert statt verstärkt werden.

  • Mitarbeiterinnen werden ermutigt, ihre Vorbildwirkung, ihr Handeln und ihre Sprache diesbezüglich zu reflektieren.

  • Die Räumlichkeiten, der Tagesablauf und das Bildungsangebot sind so gestaltet, dass Kinder ihre individuelle Persönlichkeit jenseits stereotyper Rollenerwartungen leben, entfalten und entwickeln dürfen.

  • Auch bei den zur Verfügung gestellten Bildungsmitteln wird darauf geachtet, dass z.B. in Büchern und Spielen auch Rollenzuschreibungen abseits vorherrschender Geschlechterstereotype vorkommen und die Vielfalt von möglichen Lebensentwürfen sichtbar wird. 

  • Bildungsangebote werden auf das Individuum abgestimmt und nicht auf die Geschlechteridentität. 

Sprachförderung
  • Sprachförderung für muttersprachliche Kinder ebenso wie für Kinder mit Deutsch als Zweitsprache findet alltagsintegriert, kompetenz-, interessens- und ressourcenorientiert statt.

  • Sprachförderung findet somit immer spielerisch, freiwillig, situativ und handlungsorientiert statt.

  • Sprachförderung findet individuell, im Rahmen von Kleingruppenarbeit und in der Gesamtgruppe statt.

  • Auf eine sprachanregende Umgebung wird besonders geachtet. Vielfältige Sprechanlässe werden aufgegriffen und gezielt angeboten. Dabei werden die individuellen Vorlieben, Interessen und das sprachliche Niveau der Kinder berücksichtigt.

  • Einige Beispiele für konkrete Angebote, die der sprachlichen Förderung dienen sind:

    • Vorlesen und gemeinsames Betrachten und Beschreiben von Bilderbüchern,

    • Geschichten erzählen und gemeinsam fabulieren,

    • gemeinsam philosophieren

    • Kinder aus ihrer Lebenswelt erzählen lassen, interessiert zuhören und nachfragen,

    • Wortschatzarbeit im Rahmen von Themenschwerpunkten,

    • Benennen von Gefühlen und Befindlichkeiten z.B. im morgendlichen Orientierungskreis

    • Rollenspiele zu Alltagssituationen 

 

  • Im Sinne der Ganzheitlichkeit zieht sich der Sprachfokus durch alle Lernformen und Bildungsbereiche. 

  • Mehrsprachigkeit der Kinder und der Erwachsenen im Kindergarten wird als wichtige Ressource und selbstverständlicher Teil der Lebenswelt wahrgenommen. Deutsch ist die gemeinsame Sprache, andere Sprachen sind herzlich willkommen.

  • Die Wertschätzung und Stärkung der erstsprachlichen Kompetenzen sind von elementarer Bedeutung einerseits für eine Sprachbiografie des Kindes und somit für den erfolgreichen Erwerb der Zweitsprache, andererseits für die Entwicklung des Selbstwertgefühls, der kulturellen Identität sowie der Werte von gelebter Toleranz und Interkulturalität.

  • Mitarbeiterinnen des Kindergartens sind sich ihrer Rolle als Sprachvorbilder bewusst.

  • Auch Eltern können in die Sprachförderung eingebunden werden, zum Beispiel durch Vorlesepatenschaften oder kleine Projekte, im Rahmen derer verschiedene Sprachen spielerisch vorgestellt und kennengelernt werden.

Bewegungserziehung

Im Kindergartenalltag gilt es, dem kindlichen Bewegungsdrang Rechnung zu tragen und den Kindern vielfältige Möglichkeiten anzubieten, diesen auszuleben, um sie bestmöglich in ihrer Entwicklung und Ausdrucksfähigkeit zu unterstützen. Hierzu gibt es vielfältige Bewegungsangebote im Kindergartenalltag:

  • Kinder zu Bewegung statt zum Stillsitzen anzuhalten ist ein entscheidender Beitrag zur Prävention von Übergewicht und Haltungsschäden.

  • Spielplatzbesuche mehrmals in der Woche laden dazu ein, sich frei zu bewegen und an den Spielgeräten die motorischen Fähigkeiten zu erproben und zu entwickeln.

  • Im Freien gibt es auch die Möglichkeit zum Laufen, Hüpfen, Springen, Balancieren nach Lust und Laune. Ebenso wie angeleitete Bewegungsspiele.

  • Im Bewegungsraum bzw. in den großzügigen Gruppenräumen werden Hindernis- und Bewegungsparcours aufgebaut, die die Geschicklichkeit und den Einfallsreichtum der Kinder herausfordern. 

  • Auch Tanzen und rhythmische Bewegung haben einen festen Platz im Bildungsangebot des Kindergartens. Die Bewegung zur Musik erleben die Kinder als äußerst lustvoll, sie stärkt die Selbstwahrnehmung und Selbstkompetenz der Kinder. Auch Bewegung als Ausdruck von Emotionen und Kreativität kommt hier ins Spiel. 

  • In den Freispielphasen werden die Kinder nicht dazu angehalten sich ordentlich auf den Sesseln an die Tische zu setzen. Im Gegenteil laden viele mit Teppichen und Polstern gemütlich gestaltete Bereiche im Gruppenraum dazu ein, abwechslungsreiche Sitzhaltungen am Boden einzunehmen.

  • Angeleitete Bewegungsspiele bieten nicht nur die Möglichkeit, den Bewegungsdrang auszuleben sondern auch Gelegenheit für soziales und emotionales Lernen (Regeln vereinbaren und einhalten, warten bis man an der Reihe ist, Umgang mit Gewinnen und Verlieren, kooperieren, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen,...)

Mahlzeiten
  • Wasser steht den Kindern bei den Mahlzeiten aber auch auch abseits der Mahlzeiten zur freien Verfügung. In der Familiengruppe gibt es Gläser mit bunten Markierungen und einen Wasserkrug. In der Kleinkindergruppe gibt es dem Entwicklungsstand der Kinder angemessene Trinkgefäße, die von den Eltern mitgegeben werden.

  • Der kindgerechte und abwechslungsreiche Speiseplan ist durch das Catering durch eine auf die Belieferung von Kindergärten spezialisierte Firma gewährleistet. Auch beim Zukauf von Lebensmitteln für Frühstück und Jause wird auf Saisonalität und Regionalität geachtet.

  • Das Mittagessen wird kurz vor Mittag warm angeliefert. Frühstück und Jause werden frisch angerichtet.

  • Es stehen Sessel und Tische in unterschiedlichen Höhen zur Verfügung, sodass jedes Kind seiner Körpergröße entsprechend ergonomisch sitzen kann. 

  • Jeder Platz wird mit Gedeck und Serviette gedeckt. Zu besonderen Anlässen (Geburtstage, jahreszeitliche Feste,...) wird auch auf zum Anlass passende Tischdekoration geachtet.

  • Es wird darauf geachtet, dass die Kinder an den Tischen nicht zu gedrängt sitzen, sodass jedes Kind ausreichend Platz zum Essen hat.

  • Bei Bedarf erhalten die Kinder Hilfestellung beim Essen bzw. Unterstützung beim richtigen Gebrauch von Besteck.

  • Persönliche Vorlieben und Abneigungen werden respektiert und nicht bewertet. Auch die Verschiedenheit von Geschmäckern wird wertfrei thematisiert, wodurch einerseits die Übertragung persönlicher Abneigungen verhindert und andererseits die Fähigkeit zum Perspektivenwechsel geschult wird.

  • Tischregeln werden gemeinsam erarbeitet, reflektiert und die Kinder in der Einhaltung unterstützt. 

  • Der Tisch wird von den Kindern selbst gedeckt (“Tischdienste”). Nach der Suppe tragen die Kinder ihre Suppenschüsseln und Löffel auf den Servierwagen und holen Teller und Besteck für die Hauptspeise. Wenn sie fertig mit dem Essen sind, tragen sie ihr Geschirr wieder zum Servierwagen.

  • Die Speisen stehen in großen Schüsseln/ auf großen Tellern auf den Tischen, aus denen sich die Kinder selbst bedienen können. Jedes Kind entscheidet selbst, wie viel es wovon isst. Es gibt keine Verpflichtung zum Kosten! Möchte ein Kind eine Komponente der Mahlzeit in einer Extraschüssel oder auf einem Extrateller, wird diesem Wunsch Rechnung getragen!

  • Gemeinsames Essen ist auch ein sozialer Akt! Tischgespräche werden begrüßt und angeregt. 

  • Jedes Kind darf sich zum Essen so viel Zeit nehmen, wie es braucht. Die Kinder werden dazu angehalten am Tisch sitzen zu bleiben, bis sie mit dem Essen fertig sind. Wenn ein Kind mit dem Essen fertig ist, darf es seinen Platz abräumen, Hände waschen und spielen gehen.

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